Sea Side Galerie
Sea Side Galerie

MEIN NAME IST EURYTHENES PLASTICUS!

IST DAS EINE KRABBE ? NEIN !   DAS IST EIN FLOH-KREBS !

 

Ausstellung in der Pop-Up-Galerie des Musikpavillon am Sandwall in Wyk auf Föhr bis Anfang Oktober !

Eine kreative Hommage an

EURYTHNES PLASTICUS

Nein, es ist keine Krabbe, lautet die Antwort beim Anblick der Grafik, die malerisch und grafisch im Stile Andy Warhols modifiziert wurde. Das gefundene und erforschte Exemplar ist ca. fünf Zentimeter groß, sein Zuhause liegt allerdings in rund 6500 Metern Tiefe im Pazifischen Ozean und er hat trotzdem Plastik im Körper: Eurythenes plasticus. Die neu entdeckte Tiefsee-Spezies ist eine Flohkrebs-Art, die Forscher der Newcastle Universität im Marianengraben in der Nähe der Philippinen, an einem der tiefsten Punkte der Erde, gefunden haben. Mit dem Namen soll ein starkes Zeichen gegen die Meeresverschmutzung gesetzt und deutlich gemacht werden, dass wir dringend etwas gegen die massive Plastikflut tun müssen.

 

Die neu entdeckte Spezies Eurythenes Plasticus zeigt nämlich, wie weitreichend die Folgen unseres laxen Umgangs mit Plastik sind. Es gibt Arten, die in den tiefsten und abgelegensten Stellen unseres Planeten leben und trotzdem schon heute massiv mit Plastik kontaminiert sind. Plastik ist in der Luft, die wir atmen, dem Wasser, das wir trinken und in den Tieren, die fernab der menschlichen Zivilisation leben. In dem Flohkrebs wurde Polyethylenterephthalat (PET) gefunden, ein Stoff der in vielen Alltagsgegenständen wie Einwegtrinkflaschen und Sportkleidung enthalten ist.

 

Der Weg des Plastiks von menschlicher Nutzung in Tiere wie Eurythenes Plasticus ist lang und endet oft in südostasiatischen Ländern mit schlechtem oder keinem Abfallmanagement. Dort kann er häufig nicht recycelt werden, sondern wird verbrannt oder landet auf Deponien – und gelangt auch von dort aus ins Meer. Im Wasser wird der Plastikmüll zu Mikroplastik zerkleinert, verteilt sich und wird schließlich auch von Eurythenes Plasticus aufgenommen.

 

Der im Flohkrebs gefundene Kunststoff PET wird unter anderem zur Herstellung von Einwegtrinkflaschen, Folien und Textilfasern verwendet. PET und andere Kunststoffe können sich im Meer mit Schadstoffen aus der Industrie und der Chemie verbinden, die sich in der Umwelt nur sehr langsam abbauen. Mikroplastikpartikel gelangen problemlos in die Körper von Meerestieren. Welche konkreten Auswirkungen das hat, ist noch nicht ausreichend erforscht. Doch eines ist sicher: Plastik enthält oft auch Zusatzstoffe wie Weichmacher und Flammschutzmittel, die den Meeresbewohnern schaden und durch die Nahrungskette auch den Menschen erreichen können.

 

Der Name sollte deshalb als Warnung und Mahnung verstanden werden. Die künstlerische Interpretation greift diese Mahnung als Signal auf.

FROZEN.

Es fällt uns so oder so vor die Füße  

De toute façon, ça nous tombe dessus     It falls at our feet one way or another 

Die drängendsten Frage unserer Gegenwart sind längst zum Stoff für die Kunst geworden, denn man muss kein Seher sein, um zu prognostizieren, dass angesichts ökologischer und klimatischer Katastrophen das Verhältns von Mensch und Natur nicht nur aus den Fugen geraten ist, sondern auch zur zentralen Frage des 21. Jahrhunderts werden wird. Kunst ist allerdings nicht in der Lage, die Probleme der Welt zu lösen, aber mittels ihrer Darstellungsform kann sie verwirren, provozieren, irritieren und natürlich auch erfreuen. Sie kann Impulse setzen, inspirieren und Umweltprobleme ästhetisch erfahrbar und sichtbar machen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

The most pressing questions of our present day have long since become material for art, for one does not have to be a seer to predict that in view of ecological and climatic catastrophes, the relationship between man and nature is not only out of joint, but will also become the central question of the 21st century. Art, however, is not in a position to solve the world's problems, but by means of its form of presentation it can confuse, provoke, irritate and, of course, delight. It can set impulses, inspire and make environmental problems aesthetically tangible and visible. No more and no less.

 

 

Les questions les plus urgentes de notre époque sont depuis longtemps devenues une matière pour l'art, car il n'est pas nécessaire d'être devin pour prédire que, face aux catastrophes écologiques et climatiques, le rapport entre l'homme et la nature n'est pas seulement déstabilisé, mais qu'il deviendra également la question centrale du 21e siècle. L'art n'est toutefois pas en mesure de résoudre les problèmes du monde, mais il peut, par le biais de sa forme de représentation, troubler, provoquer, irriter et bien sûr aussi réjouir. Il peut donner des impulsions, inspirer et rendre les problèmes environnementaux esthétiquement perceptibles et visibles. Ni plus ni moins.

 

    Samstag, 27.08.22, 16.00 bis 17.30

Brunnen vor der Mittelbrücke, Sandwall, Wyk auf Föhr    

Sie wirken verletzlich und filigran. Fast durchsichtig, doch nicht transparent. Beim genauen Hinschauen allerdings vergänglich, denn sie lösen sich auf. Sie tauen und tropfen, je wärmer die Umgebungstemperatur ist. Die postkatengroßen Elemente sind kleine Kunstwerke aus Eis, die wie zufällige Fundstücke oder Übrigbleibsel einer anderen, eher vergangenen, Welt erscheinen. Einer Welt, in der das biologische Gleichgewicht noch in Ordnung war, oder?

 

Sie hängen einerseits wie kleine Leuchttürme und Mahnmale zu gleich, das Schicksal unseres Planeten nicht aus dem Auge zu verlieren. Einem Schicksal, das durch Klimawandel und Ressourcenverbrauch nicht nur in den südlichen Ländern für Brände und Großfeuer sorgt. „Der Einfluss des Menschen auf das Erdklima (anthropogener Klimawandel) und die damit einhergehenden weitverbreiteten Veränderungen zeigen sich in der schnellen Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, in den Veränderungen des globalen Wasserkreislaufs, in der weltweiten Abnahme von Schnee und Eis, im Anstieg des mittleren globalen Meeresspiegels und an längeren Vegetationsperioden. Zudem gibt es jetzt stärkere Belege für beobachtete Veränderungen von Wetterextremen wie Hitzewellen, Starkniederschlägen, Überflutungen, Dürren und tropischen Wirbelstürmen sowie insbesondere für deren Zuordnung zum Einfluss des Menschen.“ (https://www.umweltbundesamt.de/daten)

 

Auch der Norden Deutschlands ist mittlerweile betroffen, wie der Graslandfeuerindex (4/5) und der Waldbrandgefahrenindex (4/5) aufzeigt. Weitere ergänzende Informationen sind unter https://klimasimulationen.de/weltklimarat/#1-Tatsachen  zu finden.

 

Und da hängen sie nun zufällig an Bäumen, an Parkbänken oder an Geländern im öffentlichen Raum (Hotspots) der Insel Föhr. Liebevoll mit natürlichen und menschlichen Fundstücken befüllt – einige tragen Wildblumensamen in sich, die mit dem tropfenden Wasser zufällig verteilt werden.

 

Mit dem Aufhängen beginnt allerdings sofort der Verfall. Ein Veränderungsprozess, der nicht aufzuhalten ist. Am Ende bleibt neben dem Naturseil, mit dem die gefrorenen Objekte aufgehängt wurden, nur noch ein kleiner QR-Code übrig, den man scannen kann, um mehr über den Hintergrund  der Aktion zu erfahren. Alle Objekte werden zusätzlich vor unterschiedlichen Kulissen und Hintergründen auf Föhr fotografiert, um das Sehen und  Empfinden bezogen auf künstlerische Prozesse und Positionen zusätzlich zu stärken. Die Hintergründe fungieren wie ein Passepartout oder Rahmen bei einem Gemälde.  Siestärken und höhen das eigentliche Bild. Das wird allerdings erst bei der fotografischen Dokumentation bewußt, wenn der Ausschnitt der Kamera durch den Fotografen endgültig festgelegt wird. Alle Arbeiten, Entwürfe und Prozesse werden deshalb auch später als kreatives Mahnmal auf der Homepage der Seaside Galerie www.seasidegalerie.de zu sehen sein. Dann, wenn das eigentliche Kunstwerk sich schon längst ins kreative Nichts aufgelöst hat.

ICE ART HÄNGUNG 21.08.22

ICE ART HÄNGUNG 22.08.22

ICE ART INSZENIERUNG  22.08.22   17.00  WATT ZWISCHEN FÖHR UND AMRUM

Die Sea Side Galerie greift die Fragen exemplarisch auf.

 

Siehe Galerie

Lassen wir die Kunst das Mittel sein, durch das wir nicht nur unser Wissen, sondern auch unsere Zuneigung teilen können. Und schließlich, lassen wir die Kunst den Entwurf unseres Lebens sein, in dem wir Risiken eingehen und scheitern dürfen, um so Vorurteile zu bekämpfen und Distanzen zu verkürzen, ohne dass wir den Menschen mehr Schmerzen zufügen müssen.»

 

Kiluanji Kia Henda  (Luanda/Angola)

EIS & HEISS

 

Nicht nur in der Nordsee, dem Weltnaturerbe Wattenmeer, auch in der bildenden Kunst findet Wasser vielfältigen Einsatz, etwa als Lösungs-,Binde-, oder Reinigungsmittel. Darüber hinaus ist Wasser auch Stilmittel und Subjekt in der Kunst selbst. Wasser ist in allen Kulturen präsent, manchmal ist es individuell von Bedeutung, manchmal für die Gemeinschaft und für große Gruppen. Manchmal hat das Wasser eine historische Bedeutung, eine religiöse und  manchmal auch eine perspektivische in die Zukunft.

 

Wasser spiegelt sich in künstlerischen Arbeiten unmittelbar und manchmal unsichtbar wieder. Mit Wasser lassen sich visuelle und symbolische Ebenen verdeutlichen. Veränderungen, Bewegung und unterschiedliche Zustände sind dabei immer wieder Inspirations- und Experimetierquelle für mich, in der die Sehnsucht nach laufender Veränderung zu immer neuen Versuchen und Erkenntnissen führt. Von der abstrakten Malerei, den Happenings und Konzepten meiner Zeit beeinflusst, suche ich vor allem die spannungsreiche Beziehung von Farben und Formen in Aktion und Bewegung, also die Kompositionen des Moments an außergewöhnlichen Orten. Die Bilder, die sich in meinem Kopf generieren, sind oft schwierig zu erfassen und gleichzeitig eine endgültige Formensprache und Gestaltung festzulegen. Deshalb verknüpfe ich Malerei, Zeichnung, Film und Foto, Computer, Scanner und Drucker parallel, um so die entstandenen Bilder abzurufen und sichtbar zu machen. Die Geduld und der Zufall stehen dabei immer Pate. Und manchmal wird es dabei Eis & Heiss !

 

 

  Version anglaise et française ci-dessous !  English & French version below!

Not only in the North Sea, the Wadden Sea World Heritage Site, but also in the visual arts, water is used in many ways, for example as a solvent, binder or cleaning agent. In addition, water is also a stylistic device and subject in art itself. Water is present in all cultures, sometimes it is individually significant, sometimes for the community and for large groups. Sometimes water has a historical meaning, a religious meaning and sometimes a perspective into the future.

 

Water is reflected in artistic works directly and sometimes invisibly. Water can be used to illustrate visual and symbolic levels. Changes, movement and different states are always a source of inspiration and experimentation for me, in which the longing for ongoing change leads to ever new experiments and insights. Influenced by abstract painting, the happenings and concepts of my time, I seek above all the exciting relationship of colours and forms in action and movement, that is, the compositions of the moment in extraordinary places. The images that generate in my mind are often difficult to capture and at the same time to determine a final language of form and design. That is why I combine painting, drawing, film and photography, computer, scanner and printer in parallel, in order to retrieve the resulting images and make them visible. Patience and chance are always the godfathers. And sometimes it gets ice & hot in the process !


Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Besonders zeizvoll sind die dünnen, blauen Plastikschnüre, die sich gerne um Algen, Blätter und Tang wickeln und somit eine Gefahr für die Tierwelt unter- und über Wasser darstellen. Läßt man das alles außer Acht, kann mann mit den Fundstücken ästhetische Kreationen konzipieren. Aber eigentlich dürfte das gar nicht möglich sein! Der Wind offeriert mir aber täglich immer neue kreative Spielsachen.

Die blauen Plastikfäden werden gereinigt und dann der kreativen Transformation unterzogen. Geknäuelt, gebügelt oder anderweitig in Form gebracht, um daraus im Studio fotografiert und ab´nschließend durch verschiedene Grafikprogramme bildnerisch "gehöht" zu werder.

Après la tempête, c'est avant la tempête


......et à chaque fois, la nature nous montre ce que nous pensons d'elle. Rien !


C'est une fois de plus la fête des enfants et j'ai donc récolté, après et avant la tempête, de nombreux petits cadeaux qui feront certainement plaisir lorsqu'on les recevra. Créneau horaire 1 heure, champ de recherche 5 m², lieu : Wattenmeer, patrimoine naturel mondial


Laissons l'art être le moyen par lequel nous pouvons partager non seulement nos connaissances, mais aussi notre affection. Et enfin, laissons l'art être l'ébauche de notre vie, dans laquelle nous pouvons prendre des risques et échouer, afin de combattre les préjugés et de raccourcir les distances sans avoir à infliger plus de douleur aux gens".
Kiluanji Kia Henda (Luanda/Angola)

 

Les fines ficelles en plastique bleu qui s'enroulent volontiers autour des algues, des feuilles et des algues et qui représentent ainsi un danger pour la faune sous et sur l'eau sont particulièrement symptomatiques. Si l'on fait abstraction de tout cela, on peut concevoir des créations esthétiques avec les objets trouvés. Mais en fait, cela ne devrait pas être possible ! Mais le vent m'offre chaque jour de nouveaux jouets créatifs.
Les fils de plastique bleus sont nettoyés puis soumis à une transformation créative. Ils sont ensuite photographiés en studio, puis "rehaussés" par différents programmes graphiques

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Les questions les plus urgentes de notre époque sont depuis longtemps devenues une matière pour l'art, car il n'est pas nécessaire d'être devin pour prédire que, face aux catastrophes écologiques, le rapport entre l'homme et la nature n'est pas seulement déstabilisé, mais qu'il deviendra aussi la question centrale du 21e siècle. La Sea Side Galerie revisite ces questions sous forme d'images.
Mais l'art n'est pas en mesure de résoudre les problèmes du monde, mais au moyen de sa forme de représentation, il peut troubler, provoquer, irriter et bien sûr aussi réjouir. Il peut donner des impulsions, inspirer et rendre les problèmes environnementaux esthétiquement perceptibles et visibles ! Ni plus ni moins !

Traduit avec www.DeepL.com/Translator (version gratuite)

 

After the storm is before the storm


......and every time nature shows us what we think of her. Nothing !
It is once again a child's birthday and I have therefore collected many small gifts after and before the storm, which certainly bring joy when you get them.
Time window 1 hour, search field 5 sqm, location: Wadden Sea World Heritage Site


Let art be the means through which we can share not only our knowledge but also our affection. And finally, let art be the blueprint of our lives in which we are allowed to take risks and fail, thus combating prejudice and shortening distances without inflicting more pain on people."
Kiluanji Kia Henda (Luanda/Angola)

 

The thin, bulky plastic strings that like to wrap themselves around algae, leaves and seaweed, posing a danger to wildlife under and above the water, are particularly ticklish. Leaving all this aside, one can conceive aesthetic creations with the found objects. But actually that should not be possible! But the wind keeps offering me new creative toys every day.


The blue plastic threads are cleaned and then subjected to creative transformation. Knotted, ironed or otherwise brought into shape, to be photographed in the studio and then "heightened" pictorially by various graphic programmes.
The most pressing questions of our time have long since become material for art, for one does not have to be a seer to predict that, in view of ecological catastrophes, the relationship between man and nature is not only out of joint, but will also become the central question of the 21st century. The Sea Side Gallery takes up these questions anew in the form of pictures.


But art is not capable of solving the world's problems, but by means of its form of representation it can confuse, provoke, irritate and, of course, delight. It can set impulses, inspire and make environmental problems aesthetically tangible and visible! No more and no less!

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)