TERMIN EINTRAGEN: 10.05.2024 TAG DER BÜCHERVERBRENNUNG

ENTARTETE  KUNST

 

 

Hitler wusste, warum er die Künstler, alle Künstler durch den Scheiterhaufenprozeß der „entarteten Kunst“ zum Schweigen verurteilte. Weil von wahrer Kunst Schärfung des Gewissens, Stärkung des Geistes, Kritik an der Halbheit ausgeht, weil sie Aufruf zur höchsten Menschlichkeit ist!“

Alfred Kerr,  1947

Die Ausstellung "Entartete Kunst" wurde am 19. Juli 1937 in München eröffnet und zeigte 650 konfiszierte Kunstwerke aus 32 deutschen Museen. Bis April 1941 wanderte sie in zwölf weitere Städte. Sie zog über drei Millionen Besucher an. Die Ausstellung wurde von Joseph Goebbels initiiert und von Adolf Ziegler (1892-1959), dem Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste, geleitet. Gleichzeitig setzte mit der Beschlagnahme von insgesamt rund 16.000 modernen Kunstwerken, die zum Teil ins Ausland verkauft oder zerstört wurden, die "Säuberung" der deutschen Kunstsammlungen ein. Berufsverbote für Künstler und Museumsleute, die moderne Kunst angekauft hatten, oder Hochschullehrer gab es bereits unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seit 1933.

Unter den Künstlerinnen und Künstlern, deren Kunst im Nationalsozialismus als "entartet“ galt, befanden sich viele Vertreterinnen und Vertreter der Klassischen Moderne: Max Beckmann, Otto Dix, Max Ernst, George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Oskar Kokoschka und Käthe Kollwitz. Doch es waren nicht nur die großen Namen, die von den Aktionen betroffen waren, sondern auch viele unbekanntere, die nach der Ausstellung in Vergessenheit gerieten und somit aus der Kunstgeschichte entfernt wurden. Insgesamt wurden während der groß angelegten "Säuberungsaktionen" über 20.000 Kunstwerke von etwa 1.400 Künstlern beschlagnahmt.